Die Besenreiser-Verödung ist ein Verfahren zur Behandlung von Besenreisern. Sie gilt heute als Gold-Standard und ist das am besten erforschte Therapieverfahren, auch bekannt unter dem Namen Mikrosklerotherapie. Bei der Verödung wird ein Verödungsmittel (meist Äthoxysklerol) mit einer feinen Nadel in die Venen eingespritzt. Das Mittel ruft eine künstliche Entzündung der Gefäßinnenwand hervor, die infolge einer Verklebung zum Verschluss der Venen führt.
Durch die fehlende Blutfüllung sind die Besenreiser bzw. Krampfadern nicht mehr zu erkennen. Nach einiger Zeit wird dadurch das Gefäß in einen bindegewebigen Strang umgewandelt. Dieser Prozess wird auch als Sklerose bezeichnet.
Im Idealfall verschwindet sie durch anschließende Abbauprozesse völlig.
Meistens wird die Verödung in mehreren Sitzungen durchgeführt. Es werden regelmäßige Nachkontrollen empfohlen, da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, so dass auch die beste Operations- oder Verödungstechnik nicht mit letzter Sicherheit vor dem erneuten Auftreten von Besenreisern bzw. Krampfadern schützen kann. Nach der Behandlung muss ein Kompressionsverband oder ein Kompressionsstrumpf getragen werden.
Was ist das Ziel der Verödung?
Ziele der Sklerosierungsbehandlung sind:
- Behandlung der Besenreiser oder Krampfadern und Vorbeugung möglicher Komplikationen
- bestehende Beschwerden lindern oder gar beseitigen
- krankhaft veränderten Blutfluss verbessern
- ästhetisch gutes Ergebnis erzielen
Welche Formen der Beinäderchen eignen sich für eine Verödung?
Grundsätzlich können verödet werden:
- Stammvarizen
- Besenreiser
- Ast- oder Seitenastvarizen
- retikuläre Varizen
- Varizen im Rahmen der Perforanteninsuffizienz
- Rest- und Rezidivvarizen nach Operationen
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.