Als Besenreiser werden kleine rote oder blaue Äderchen der Beine bezeichnet. Diese Äderchen ähneln in ihrer Form und Art der Verzweigung den kleinen Ästchen, die früher zu Kehrbesen zusammengebunden wurden, daher kommt auch der Name Besenresier. Besenreiser gehören zu den Venenleiden, denen eine Störung der Bein- und Beckenvenen zugrunde liegt.
Wie entstehen Besenreiser?
Besenreiser können entstehen, wenn sich die oberflächlichen Venen erweitern oder „platzen". Die Blutgefäße schimmern dann durch die Haut und zeigen das typische Bild eines Besens.
Sie sind häufig ein erstes Anzeichen für eine richtige Venenschwäche, die zu Krampfadern führen kann. Eine Venenschwäche kann vererbt sein oder direkt nach einer Venenthrombose auftreten.
Besenreiser können jedoch auch auf eine Bindegewebsschwäche der Beine hindeuten.
Im Falle einer Venenschwäche erweitern sich die Venen der Beine, die Venenklappen werden undicht. In der Folge bilden sich innerliche oder äußerliche Krampfadern (medizinisch: Varizen oder Varikose).
Als äußerliche, auslösende Faktoren sind noch zu nennen:
- Bewegungsarmut
- langes Stehen oder Sitzen
- enge Kleidung
- Übergewicht
- Rauchen
Besenreiser können aber auch aus unbekannten Gründen, bei jedem Menschen entstehen. Sie sind völlig harmlos und stellen nur ein ästhetisches Problem dar. Von diesem Leiden sind etwa 40 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer betroffen.
Welche Arten von Besenreiser gibt es?
Generell werden Besenreiser nach der Farbe und ihrem Durchmesser unterschieden. Blaue Besenreiser entstehen aus kleinen Venen und rote Besenreiser aus kleinsten Arterien. Beide haben einen unterschiedlichen Wandaufbau und weisen einen unterschiedlichen Sauerstoffgehalt auf. Auch die Dicke der Äderchen spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, ob eine Lasertherapie oder eine Verödung sinnvoller sind.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.