Bei der Doppleruntersuchung und der Dopplerdruckmessung wird der Blutfluss in den Gefäßen dargestellt. Durch Aufblasen einer Blutdruckmanschette an Armen und Beinen kann der Blutdruck in den Gefäßen gemessen werden.
Es handelt sich um eine ungefährliche und nicht belastende Ulltraschalluntersuchung. Untersucht werden in der Regel die hirnversorgenden Arterien und/oder die Beinarterien, seltener auch die Armarterien. Hierdurch können vor allem Verengungen in den Arterien erkannt werden. Sie dient zudem der Beurteilung des Funktionszustands der Venen.
Durch eine farbkodierte Ultraschalluntersuchung ist eine genaue Beurteilung von Venenerkrankungen sowie eine Lokalisation und Beurteilung des Schweregrades von Verengungen in den Gefäßen möglich. Außerdem können Gefäßwandstrukturen besser beurteilt werden.
Wann wird eine Doppleruntersuchung empfohlen?
Verschiedene Fachgesellschaften empfehlen bei Vorliegen bestimmter Gefäßrisikofaktoren eine Ultraschalluntersuchung.
Häufige Risikofaktoren sind:
- Rauchen
- Bluthochdruck
- Diabetes
- familiäre Belastung
- Fettstoffwechselstörung
- Übergewicht
Bei Verdacht auf eine Durchblutungsstörung vor allem in den Beinen, weniger in den Armen, kann eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein, um zu erkennen ob und in welchem Ausprägungsgrad die Durchblutung gestört ist.
Durch eine frühzeitige Untersuchung kann man, noch bevor es zu entsprechenden Symptomen kommt, Veränderungen im Sinne einer Arteriosklerose erkennen und diese rechtzeitig behandeln. Dadurch können wichtige Folgekrankheiten wie z.B. ein Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindert werden.
Die Messung kann bis in die Finger oder Zehen fortgesetzt werden, so dass auch kleinste Gefäße sicher beurteilt werden können. Die Doppleruntersuchung kommt auch bei der Beurteilung der kopfversorgenden Arterien des Halses bis hin zur Darstellung größerer, innerhalb des Kopfes verlaufender Gefäße zum Einsatz. Zudem dient sie auch der Thrombosediagnostik (Durchlässigkeit der Venen) und der Beurteilung der Blutströmungsrichtung (Krampfadern).
Leider werden die Kosten für diese Art der Vorsorgeuntersuchung bislang nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.