Ein eingehendes Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) ist bei starkem Schwitzen (Hyperhidrose) oftmals wichtiger als die eigentliche Untersuchung des Patienten. Er versucht herauszufinden, ob eine Grunderkrankung die Ursache für den Schweißüberschuss ist, da in diesem Fall eine Behandlung dieser Krankheit sinnvoller ist als die Schweißdrüsenentfernung.
Der Patient sollte vorab klären, ob die Kosten von der Krankenversicherung übernommen werden können. Es kann erforderlich sein, gerinnungshemmende Arzneimittel (z. B. Marcumar® oder Aspirin®) vor der Behandlung abzusetzen. Hierfür erfolgt eine Rücksprache mit dem Arzt.
Das Vorgehen ist bei den verschiedenen Möglichkeiten der Schweißdrüsenentfernung unterschiedlich. In der Regel erfolgt eine örtliche Betäubung, bevor der jeweilige Eingriff durchgeführt wird.
Beim Absaugen der Schweißdrüsen (Saugkürettage) wird zunächst ein mit Wasser stark verdünntes Betäubungsmedikament in den zu behandelnden Hautbereich eingespritzt. Dies führt dazu, dass sich die Haut vom Untergrund löst. Über eine Hohlnadel werden die Schweißdrüsen aus dem entstandenen Raum abgesaugt.
Für das Abschaben der Schweißdrüsen (Kürettage) erfolgt ein kleiner Hautschnitt, über den ein ringartiges Messer eingeführt wird. Der Arzt kann mit dem Spezialmesser die Schweißdrüsen abschaben, die an der Hautinnenseite hängen.
Ein etwas größerer Eingriff ist die Entfernung der Schweißdrüsen durch eine Schnittoperation (Exzision). Der Arzt entfernt ein Stück Haut mitsamt Schweißdrüsen, zusätzlich werden unter den Hauträndern noch weitere Drüsen herausgeschnitten (meist mit einer Schere). Die Hautwunde wird nach einer meist erforderlichen Hautdehnung genäht. Schließlich wird die Wunde mit einem Verband versorgt.