Subcutane Immuntherapie (SCIT)
Die Allergene werden subkutan (unter die Haut) in den Oberarm gespritzt. Hierbei liegen die Allergene entweder in wässriger Lösung vor oder sind an Depotträger gebunden.
Anfangs wird die Behandlung häufiger, in täglichen oder wöchentlichen Abständen, durchgeführt. Ist die Erhaltungsdosis erreicht, so wird der Behandlungsabstand auf vier bis sechs Wochen ausgedehnt, damit sich das Immunsystem an das Allergen gewöhnen und die Bildung von Antikörpern reguliert werden kann. Diese Therapieform gilt weiterhin als Goldstandard.
Sublinguale Immuntherapie (SLIT)
Bei der oralen Therapieform werden die Allergene über die Mundschleimhaut aufgenommen Hier wird die Therapielösung (oder Schmelztabletten) in den Mund genommen und dort kurz unter der Zunge belassen und später geschluckt oder wieder ausgespuckt. In der Regel erfolgt die Behandlung täglich.
Die erreichte Höchstdosis muss sowohl bei oraler als auch subcutaner Behandlung über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig weiter verabreicht werden. In der Regel wird die Hyposensibilisierung über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt.
Durch die Hyposensibilisierung soll eine mögliche allergische Reaktion möglichst beseitigt werden. Zudem erreicht man dadurch eine Verminderung des Medikamentenverbrauches oder die Abwendung eines weiteren Fortschreitens der Allergiekrankheit.
Weitere Therapieverfahren sind in der Erforschung oder haben sich in Deutschland nicht durchgesetzt, z.B. die nasale Hyposensibilisierung.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.