Zahlreiche Erkrankungen der Atemwege können bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, klinisch unauffällig, also ohne Anzeichen oder Beschwerden ablaufen und bleiben daher meist unerkannt. Dies ist Beispielsweise beim Lungenemphysem (eine Erweiterung der Atemwege) der Fall. Als Auslöser kommen hier vor allem genetische Faktoren und eine Belastung, z.B. durch das Rauchen in Frage.
Viele Patienten bemerken die Erkrankung leider nicht sofort, sondern erst im höheren Alter und in einem weit fortgeschrittenen Stadium, durch Asthma-ähnliche Beschwerden. Leider sind in diesem Stadium die Veränderungen im Lungengewebe selbst nicht mehr rückgängig zu machen. Die Behandlung dient lediglich der Symptomlinderung.
Durch eine so genannte vorsorgliche Lungenfunktionsprüfung (die man leider dann selbst zahlen muss), können Veränderungen bereits im frühen Stadium der Erkrankung bemerkt werden und somit vorbeugende Maßnahmen oder eine Therapie begonnen werden.
Wer übernimmt die Kosten für die Untersuchung?
Gibt es keine Hinweise auf eine Lungenerkrankung, aber Sie persönlich eine Untersuchung der Lunge wünschen, so müssen Sie die Kosten für die Untersuchung selbst tragen. Diese Vorsorgeuntersuchung ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten erst dann, wenn eine medizinische Indikation besteht.
Die kleine Lungenfunktionsprüfung, die Spirometrie, kostet etwa 30 Euro und die Body-Plethysmographie, abhängig vom Aufwand, zwischen 35 und 65 Euro.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.