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Akupunktur - Anwendungsgebiete


Wann wird die Akupunktur angewendet?

Die WHO (World Health Organisation, Weltgesundheitsorganisation) nennt ungefähr 100 Erkrankungen, bei denen die Anwendung der Akupunktur als sinnvoll erachtet wird. Dazu zählen unter anderem Erkrankungen des Atemsystems (wie z.B. Erkältungen), Augenerkrankungen, Lähmungen nach Schlaganfall und die rheumatoide Arthritis. Das Hauptanwendungsgebiet ist jedoch die Schmerzbehandlung.

Hier können beispielsweise bei Spannungskopfschmerzen oder Migräne gute Erfolge erzielt werden. Es gibt jedoch auch Erkrankungen, die nicht mit Akupunktur behandelt werden sollten, wie z.B. Krebs oder schwere psychische Erkrankungen. Bei Krebserkrankungen kann die Akupunktur jedoch zur schonenden Schmerzbehandlung genutzt werden. Außerdem sollte vor Behandlungsbeginn eine eindeutige Diagnose gestellt werden.

Schwangere sollten nicht akupunktiert werden, um Komplikationen zu vermeiden.
Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten teilweise die Behandlungskosten bei chronischen Kopfschmerzen, Schmerzen der Lendenwirbelsäule und Arthroseschmerzen. Jedoch befinden sich diese Projekte noch in der Testphase, weshalb vorab eine genaue Abklärung erfolgen sollte.


Anwendung in der Dermatologie

Die Akupunktur kann durchgeführt werden, wenn im Bereich der Haut allergische Erscheinungen (z.B. Jucken, Rötung) auftreten. Nach Ansicht der Chinesischen Medizin kann die Haut behandelt werden, indem Qi-Punkte der Lunge gereizt werden. Diese Behandlungsart ist auf den Glauben zurückzuführen, dass Haut und Lunge eng miteinander verknüpft sind, da sie beide Stoffe aufnehmen und abgeben können. So können beispielsweise Hautallergien bekämpft werden.


Spezielle Anwendungsgebiete

In der Gynäkologie kann die Akupunktur in verschiedenen Bereichen angewendet werden.


Regelschmerzen

Bei Schmerzen, die vor, während oder nach der Periode auftreten, kann die Akupunktur Linderung verschaffen. Mittlerweile wird davon abgeraten, die Verhütungspille nur zu nehmen, um Beschwerden, die mit der Periode einhergehen, zu vermeiden. Es besteht ein erhöhtes Thromboserisiko. Hier kann die Akupunktur als schonende Alternative eingesetzt werden.


Geburt

Akupunktur kann bei richtiger Anwendung den Geburtsvorgang erleichtern. Durch die Akupunktur können Wehen ausgelöst werden. Deshalb sollte eine Anwendung dieser Methode in der Schwangerschaft nur erfolgen, wenn die Absicht besteht, zu gebären. Bei zu früher Wehenauslösung könnte das Neugeborene noch unterentwickelt sein, was eine schwere Komplikation wäre, die sogar zum Tod des Kindes führen kann. Bei Schmerzen während der Geburt kann die Akupunktur alternativ oder ergänzend zur anästhetischen Schmerzbehandlung verwendet werden.


Beschwerden in den Wechseljahren

Bei Beschwerden in der Postmenopause kann Akupunktur angewendet werden. Bei Depressionen kann eine Stimmungsaufhellung erreicht werden. Auch Schlafstörungen können auf die Behandlung mit den Nadeln ansprechen.

« Akupunktur Akupunktur - Funktionsweise »

Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.

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