Homöopathische Mittel werden entweder in Form von Globuli (Milchzuckerkügelchen) oder Tropfen verabreicht. Die Wirkstoffe (sofern diese noch enthalten sind) werden im Darm freigesetzt und in den Blutkreislauf aufgenommen, wo sie dann ihre Wirkung entfalten können.
Ein Großteil der homöopathischen Wirkung ist auf den Placebo-Effekt zurückzuführen. Verabreicht man einem Menschen eine Substanz, die keine Wirkung hat (und die betreffende Person weiß das), so tritt auch keine Reaktion auf. Verabreicht man nun dem selben Menschen die gleiche Substanz und macht ihm vorher glaubhaft, die jetzige Substanz habe eine Wirkung, so wird in vielen Fällen auch eine Reaktion erzielt. Dieses Phänomen wird als Placebo-Effekt bezeichnet.
Die genauen Mechanismen dieses Effekts sind nicht bekannt. Es ist jedoch sicher, dass das Gehirn einen sehr großen Einfluss auf alle Bereiche unseres Körpers hat (z.B. Immunsystem, Hormone, Verdauungstrakt). Beim Glauben an eine Wirkung könnte das Gehirn unbewusst die gewünschte Reaktion auslösen.
Ablauf
Bevor ein Arzt ein homöopathisches Mittel verschreibt, muss erst ein ausführliches Gespräch stattfinden, bei dem nicht nur auf die Erkrankung und die Symptome eingegangen wird. Die homöopathische Medikation richtet sich nicht nur nach der Krankheit, sondern auch nach dem kranken Menschen. Dabei ist vor allem wichtig, wie sich der Patient fühlt, wie seine Konstitution ist und welche Lebensgewohnheiten er pflegt.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.