Die Phytotherapie eignet sich gut zur Behandlung verschiedener Erkrankungen.
Psychische Erregungszustände
Viele Pflanzen üben eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem aus. Baldrian kann beispielsweise eingenommen werden, wenn vor Prüfungen Nervosität oder Aufregung herrscht. Teilweise findet Baldrian-Tabletten auch in Kliniken Anwendung.
Magenprobleme
Bei Verdauungsstörungen oder Schmerzen im Bereich des Magens können verschiedene Phytopharmaka angewendet werden. Hier empfiehlt es sich, die Arznei in Form eines Tees zu verabreichen, da die warme Flüssigkeit an sich schon beruhigend auf den Magen wirkt.
Erkältungen
Bei Erkältungen und leichten Infekten findet die Phytotherapie häufig Anwendung. Auch hier ist es von Vorteil, Tees zu trinken. Die Wärme löst Schleimansammlungen im Nasen-Rachen-Raum und beruhigt den gereizten Hals.
Allergien
Auch bei verschiedenen allergischen Reaktionen kann die Phytotherapie Linderung verschaffen. Paradoxerweise kann sie aber auch Allergien auslösen.
Anwendung in der Dermatologie
In der Dermatologie werden verschiedene Phytotherapeutika eingesetzt, um Hautkrankheiten zu heilen. Schuppenflechte kann entweder durch Salicylsäure, oder durch Birken-, Buchen- oder Wacholderteere behandelt werden.
Die Autoimmunerkrankung „Sklerodermie" wird mit einem Gift behandelt, das die Vermehrung von Immunzellen verhindert. Dieser Stoff heißt Colchicin und wird aus der Herbstzeitlosen gewonnen. Bei Überdosierung kann es zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen.
Auch Verbrennungen, Ekzeme und Wunden können phytotherapeutisch behandelt werden. Hier werden Tannine und Gerbstoffe aus der Eichenrinde verwendet. Außerdem hilft schwarzer Tee.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.