Eine Behandlung von vergrößerten Hämorrhoiden ist mit unterschiedlichen Methoden möglich. Dazu gehört die Verödung (Sklerosierung), die bei eher geringgradigen bis mittelgradigen Hämorrhoiden eingesetzt wird. Zu einer solchen Verödungsbehandlung von Hämorrhoiden wird ein Wirkstoff in das vergrößerte Gefäßpolster am After eingespritzt. Das Mittel führt dazu, dass die Hämorrhoide zurückgeht.
Wann wird eine Verödung von Hämorrhoiden durchgeführt?
Hämorrhoiden sind Blutgefäße am After, die natürlicherweise vorkommen und der Abdichtung der Analöffnung dienen. Sind Hämorrhoiden allerdings vergrößert, so können sie zu Beschwerden führen. Bei einem solchen Befund kann es unter anderem zu Jucken, Schmerzen sowie Blutungen kommen. Die Ursache für eine Verdickung der Hämorrhoiden ist eine erhöhte Druckeinwirkung, z. B. durch häufiges Pressen beim Stuhlgang bei Verstopfung. Bei den Hämorrhoiden werden vier Schweregrade unterschieden:
- Grad I: nur leichte Vergrößerung, Juckreiz und mäßige Blutungen können auftreten, aber keine Schmerzen
- Grad II: Hämorrhoiden treten bei Druckausübung aus der Analöffnung aus, gleiten aber von selbst wieder hinein.
- Grad III: Hämorrhoiden ragen aus dem After hervor, können aber mit den Fingern wieder hineinbefördert werden. Häufig bestehen Schmerzen, insbesondere beim Toilettengang.
- Grad IV: Hämorrhoiden treten hervor und können nicht wieder in den Anus zurückgeschoben werden.
Eine Sklerosierungsbehandlung (Verödung) kann bei Hämorrhoiden vom Schweregrad I und II erfolgreich durchgeführt werden.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.