Es gibt ganz unterschiedliche Behandlungsmethoden bei ungewollter Kinderlosigkeit, die in Abhängigkeit von den Ursachen angewendet werden können. Nicht selten ist es erfolgreich, die Chancen für eine Schwangerschaft z. B. durch Feststellung des idealen Zeitpunkts für Geschlechtsverkehr zu erhöhen. Bei der Frau sowie manchmal auch beim Mann kann eine Hormonbehandlung angezeigt sein. Auch alternativmedizinische Methoden wie z. B. Akupunktur können ausprobiert werden.
Um die Sterilität zu überwinden, können weitergehende Maßnahmen notwendig werden. Bei einer Insemination werden Spermien in die Gebärmutter eingespritzt, um damit eine Befruchtung zu bewirken. Bei einer künstlichen Befruchtung (In-vitro-Fertilisation, IVF) werden im Labor Eizellen und Samenflüssigkeit vermischt, und ein entstandener Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt.
Bei schlechter Spermienqualität kann eine ICSI (Intrazytoplasmatische Spermien-Injektion) vorgenommen werden, bei dem ein Spermium direkt in eine Eizelle eingespritzt wird, die dann eingesetzt wird. Schließlich kann es notwendig sein, Sperma direkt aus dem Hoden (TESE) oder Nebenhoden (MESA) zu entnehmen und dann eine künstliche Befruchtung durchzuführen. Manchmal sind auch andere Operationen notwendig, z. B. um verschlossene Eileiter zu öffnen.
Eine Alternative bei Unfruchtbarkeit kann des Weiteren eine Adoption eines Kindes darstellen. Eine Leihmutterschaft ist gegenwärtig in Deutschland verboten.
Letzte Aktualisierung am 13.08.2009.