Die Kryotherapie (Vereisung) wird meist ohne vorherige Betäubung durchgeführt, eine örtliche Betäubung kann aber bei größeren Befunden oder bei Stellen wie z. B. der Lippe verabreicht werden. Das Behandlungsareal wird angezeichnet, ein ausgedehnter Befund wird oft in mehrere Behandlungsbereiche aufgeteilt. Strukturen in der Umgebung (z. B. die Augen) werden abgedeckt. Dann wird das Vereisungsspray aufgesprüht oder der Kältestift aufgesetzt. Die Einwirkungszeit beträgt wenige Sekunden bis einige Minuten. Danach wird eine Salbe aufgetragen und gegebenenfalls ein Verband aufgebracht. Oftmals ist es notwendig, mehrere Kryobehandlungen in gewissen Abständen durchzuführen.
Bei der Kryotherapie (Vereisung) von Hautveränderungen kann es zu Komplikationen wie z. B. Blutungen, Gewebeschwellungen und Infektionen kommen. Strukturen in der Nähe wie beispielsweise Nerven können verletzt werden. Die Behandlung kann mitunter sehr schmerzhaft sein. Narben können entstehen, meist sind sie nach einiger Zeit nicht mehr auffällig, können aber auch dauerhaft bleiben. Ebenfalls möglich sind Pigmentstörungen an der behandelten Stelle.
Die durch Vereisung (Kryotherapie) behandelten Hautstellen bedürfen einer Nachbehandlung. Die verordnete Salbe oder das Puder sollte regelmäßig aufgetragen werden. Nach einigen Tagen wird oft vom Arzt das abgehobene Gewebe entfernt. Vor allem nach der Vereisung bösartiger Tumore ist auch später eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt erforderlich. Für einige Zeit nach einer Kryotherapie sollte direktes Sonnenlicht an der betroffenen Stelle gemieden werden, um Pigmentverschiebungen zu verhindern.
Je nach dem Befund gibt es verschiedene andere Möglichkeiten der Behandlung. Warzen können mit Mitteln wie Salizylsäure oder Vitamin-A-Säure behandelt werden. Manchmal kommen Mittel gegen das Virus zum Einsatz. Eine Laserbehandlung ist möglich. Tumore (sowie auch Warzen) werden oft herausgeschnitten (Exzision).