In den letzten Jahrzehnten haben die Hauttumore, vor allem bösartige Tumore, deutlich zugenommen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige interdisziplinäre Therapiebesprechung unerlässlich. Im folgenden werden die Gründe und Techniken für eine Strahlentherapie dargelegt.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Die häufigsten Hauttumore sind die Basaliome, Spinaliome und maligne Melanome. Dagegen kommen Karzinome der Talgdrüsen, der Haarfollikel oder der Merkelzellen deutlich seltener vor. Aufgrund der steigenden Zahl der Hauttumore, haben auch die Therapiemöglichkeiten zugenommen. Neben den chirurgischen Verfahren, der Kryotherapie, der systemischen oder lokalen Chemotherapie gibt es auch die Strahlentherapie.
Aufgrund der Variabilität der Behandlungen, der unterschiedlichen Patientensituationen und der Tumorlokalisation ist eine interdisziplinäre Therapiebesprechung von großem Nutzen.
Wann steht eine lokale Radiotherapie im Vordergrund?
Als Therapieoption wird die lokale Radiotherapie durchgeführt:
- in Situationen der Inoperabilität
- Multimorbidität, der meist alten Patienten
- bei inkompletter chirurgischer Tumorentfernung
Besteht ein Risiko für einen Lymphbahnenbefall, so wird auch hier strahlentherapeutisch behandelt. Vor allem im Gesichtsbereich, an Nase und Ohren, kann organ- und funktionserhaltend und/oder auch kosmetisch effektiver behandelt werden, als durch chirurgische Verfahren.
Welche Bestrahlungstechniken gibt es?
Perkutane Bestrahlungstechniken
Man unterscheidet in der Strahlentherapie zwischen Brachy- und Teletherapie. Bei der Brachytherapie handelt es sich um eine form- und funktionserhaltende Therapie, die vor allem bei kleineren Tumoren zum Einsatz kommt, z.B. bei Lippenkarzinomen. Die Brachytherapie wird mit geschlossenen radioaktiven Quellen durchgeführt.
Bei der Teletherapie handelt es sich um eine perkutane Bestrahlungstechnik.
Neben der Bestrahlung an Großgeräten (meist am Linearbeschleuniger mit Megavolt-Photonen oder Elektronen) gibt es noch die konventionelle Strahlentherapie mit Energien von 75 bis 200 kV Röntgenstrahlen.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.