In der Regel wird eine präventive Muttermalentfernung nicht durchgeführt. Trotz der Entstehung pigmentierter Muttermale, ist der Hautmelanom eine relativ seltene Krankheit.
Wann ist ein operativer Eingriff zu empfehlen?
Ihr Arzt wird Ihnen einen operativen Eingriff bzw. die Entfernung einer Hautveränderung empfehlen, wenn folgende Situationen vorliegen:
- klinisch auffällige Leberflecke: Hier geht es vor allem um ein rechtzeitiges Erkennen und Entfernen von bösartig werdenden oder bereits bösartigen (malignen) Hautveränderungen.
- Plötzlich auftretende Veränderungen, wie Blutung, Entzündung oder Größenzunahme.
- Bei Vorliegen eines Basalzellkarzinoms (Basaliom): Dieses Karzinom sollte immer entfernt werden, da es langsam zerstörend in die Tiefe und Umgebung wächst. Bei rechtzeitiger Entfernung liegt die Heilungschance bei nahezu 100 Prozent.
Gutartige Hautveränderungen wie Fibrome oder Alterswarzen müssen nicht aus medizinischer Sicht entfernt werden. Hier liegt die Entscheidung für eine operative Entfernung ganz bei den Patienten. Der Eingriff kann aus rein kosmetischen Gründen durchgeführt werden. Auch jegliche Hautveränderung, die z.B. durch eine ungünstige Lage stören, können auf Wunsch entfernt werden.
Wie erfolgt die Betäubung?
In der Regel werden die Eingriffe in örtlicher Betäubung vorgenommen.
Wie lange dauert der Eingriff?
Gutartige Hauttumore oder verdächtige Leberflecke werden in der Regel innerhalb weniger Minuten entfernt. Dagegen kann die Entfernung eines Basalzellkarzinoms oder eines Melanoms länger dauern, je nachdem wie gut abgrenzbar der Tumor ist, oder wie aufwendig der anschließende Defektverschluß verläuft.
Wie groß ist das Operationsrisiko?
Bei Entfernungen von Hauttumoren in örtlicher Betäubung, ist das Operationsrisiko sehr gering. In extrem seltenen Fällen können Komplikationen wie Infektionen, Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen auftreten, über die sie der Arzt vor dem Eingriff jedoch umfassend informieren wird.
Welche Patienten sind für den Eingriff nicht geeignet?
Im Prinzip kann die Entfernung gutartiger Hautveränderungen in örtlicher Betäubung bei jedem Patienten erfolgen. Ist der Tumor, z.B. Basaliom, in einer sehr ungünstigen Lage lokalisiert (z.B. am Augenlid) oder handelt es sich um sehr alte Patienten bzw. nicht operable Patienten, so sollte man anstelle der Operation eine Strahlentherapie, Vereisung oder photodynamische Therapie vorschlagen.
Welche Maßnahmen sind vor dem Eingriff durchzuführen?
Einige Tage vor dem Eingriff sollten vor allem Medikamente, welche die Gerinnung hemmen, abgesetzt werden. Raucher sollten zudem ihr Konsum etwas einschränken, um die Wundheilung zu verbessern.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.