Das Erythema exsudativum multiforme (Abkürzung: EEM) ist eine Erkrankung, deren typisches Erscheinungsbild runde, aus zwei bis drei Ringen bestehende Hautrötungen sind. Daraus können auch Blasen entstehen.
Oftmals ist auch die Schleimhaut betroffen, an der es ebenfalls zu Blasen und schmerzenden Abschürfungen kommt. In sehr starker Ausprägung wird das Krankheitsbild als Stevens-Johnson-Syndrom bezeichnet. Es kann dann zu schweren Vernarbungen kommen. Weitere Namen für das Erythema exsudativum multiforme sind Kokarden-Erythem und Scheibenrose. Der Hautarzt kennt noch andere Bezeichnungen für verschiedene Ausprägungsformen der Erkrankung.
Ursachen des Erythema exsudativum multiforme
Das Erythema exsudativum multiforme kann durch verschiedene Ursachen zustande kommen. Häufig führt eine Herpes-Infektion zu dem Krankheitsbild. Ebenfalls kann das Erythema exsudativum multiforme nach der Gabe bestimmter Arzneimittel (z. B. Pyrazolone, Sulfonamide oder Hydantoin) oder nach Infektionen mit Bakterien entstehen. In manchen Fällen kommt es durch einen bösartigen Tumor zu einer Erkrankung.
Allen ursächlichen Faktoren ist gemeinsam, dass beim Erythema exsudativum multiforme eine Reaktion mit Antikörpern abläuft, die zur Klumpenbildung (Immunkomplexe) in Gefäßen der Haut führt. Es kommt zu einer mehr oder weniger starken Gewebeschädigung.
Letzte Aktualisierung am 09.08.2009.