Bei einer Hausstauballergie reagiert der Betroffene allergisch gegen bestimmte Eiweiße, die sich im Kot der Hausstaubmilben befinden. Milben sind winzig kleine Spinnentierchen. Die Hausstaubmilben finden sich fast überall auf der Welt. Insbesondere sind sie im Haushalt zu finden. Häufig sind sie im Schlafzimmer. Vor allem in Matratzen, Kopfkissen, Bettdecken, Bettbezügen kommen sie in großen Mengen vor, da sie sich von den Hautschuppen der Menschen ernähren. Sie leben auch in anderen Staubansammlungen, auf Möbeln oder in Textilien, innerhalb oder außerhalb der Häuser.
Nicht nur die Hausstaubmilben, sondern auch andere Arten wie z. B. die Vorratsmilben können mit ihrem Kot eine Allergie beim Menschen auslösen. Vorratsmilben finden sich oft in Getreideerzeugnissen und leben somit oft in Nahrungsmittelspeichern, Bäckereien oder Ställen.
Die Eiweiße aus dem Milbenkot führen bei einem ersten Kontakt mit dem Immunsystem des Betroffenen zu einer Sensibilisierung. Das bedeutet, dass von nun an spezifische Antikörper gegen die Kotbestandteile gebildet werden. Später kommt es durch Hausstaub zu einer verstärkten entzündlichen Reaktion, da die Antikörper-Verbindung mit den Eiweißen unter anderem zur Ausschüttung des körpereigenen Stoffes Histamin führt.