Der Pemphigus chronicus benignus familiaris ist eine sehr seltene Hauterkrankung, die erblich bedingt ist. Es kommt meist ab dem Jugendalter vor allem in den Achselhöhlen und Leisten zur wiederholten Bildung von Bläschen. Der allgemeine Gesundheitszustand wird nicht beeinträchtigt. Der Pemphigus chronicus benignus familiaris ist unter einigen weiteren Bezeichnungen bekannt, nämlich Dyskeratosis bullosa hereditaria, Morbus Hailey-Hailey (Hailey-Hailey-Krankheit) sowie im englischen Sprachraum auch Chronic recurrent acantholysis oder HHD (Abkürzung für Hailey-Hailey disease). Des Weiteren ist die Kurzform Pemphigus familiaris gebräuchlich.
Der Pemphigus familiaris ist durch eine genetische Veränderung bedingt. Diese bewirkt, dass der Transport von Calcium gestört ist. Bei einem Mangel an Calcium können wiederum Verbindungsstrukturen zwischen Hautzellen (Keratinozyten) locker werden. So bilden sich Lücken zwischen den Zellen, in die Flüssigkeit eindringen kann und zur Blasenbildung führt.
Einige Faktoren können dazu führen, dass die Blasenbildung gesteigert wird. Dazu gehören Verletzungen und Reibung, Wärme und Feuchtigkeit (z. B. Schweiß), Sonnenlicht beziehungsweise UV-Strahlung (ultraviolettes Licht) sowie Mikroorganismen.