Der Arzt befragt den Patienten, um die Krankengeschichte (Anamnese) zu erheben. Hierbei werden nicht nur Symptome oder Vorerkrankungen abgefragt, sondern auch Umweltfaktoren des Patienten und mögliche Erkrankungen in der Familie. Dann führt der Arzt eine genaue Untersuchung der Haut sowie auch des gesamten Körpers durch. Die Diagnose wird vom Arzt anhand unterschiedlicher Kriterien gestellt, von denen eine Mindestanzahl zutreffen müssen, damit die Erscheinungen als atopische Dermatitis gelten. In weiteren Untersuchungen können andere Erkrankungen als Auslöser für die Neurodermitis erkannt oder ausgeschlossen werden.
Andere Erkrankungen mit Juckreiz, Ekzem (Hautausschlag) oder trockener Haut müssen von der Neurodermitis abgegrenzt werden. Bei Säuglingen kann beispielsweise eine Neurodermitis mit einem seborrhoischen Ekzem (ein fettender, schuppiger Hautausschlag) verwechselt werden. Ebenso muss unter anderem ein allergisches oder irritatives Kontaktekzem abgegrenzt werden.
Die Therapie kann mit vielen verschiedenen Maßnahmen erfolgen. Die Grundlage zur Behandlung der Neurodermitis (atopischen Dermatitis) stellt die angemessene Hautpflege dar. Lotionen oder Cremes können sich dazu ebenso eignen wie ein Ölbad. Diese Hautbehandlung sollte genauso stattfinden, wenn keine Symptome mehr bestehen, denn einem Wiederauftreten kann dadurch vorgebeugt werden.
Besteht ein Hautausschlag durch die Neurodermitis, so werden Präparate mit Cortison oder auch anderen Mitteln wie Immunsuppressiva (z. B. Tacrolimus, Pimecrolimus) aufgetragen.
Neben diesen Standard-Therapien gibt es eine Reihe weiterer möglicher Behandlungsformen der Neurodermitis, unter anderem:
Die Neurodermitis (atopische Dermatitis) kann je nach den Umständen unterschiedlich verlaufen. Im Einzelfall kann keine sichere Prognose abgegeben werden. Die Erkrankung verschwindet bei einem großen Teil der Patienten bereits in der Kindheit oder Jugend wieder. Bei anderen Patienten wird sie chronisch beziehungsweise kann immer wieder auftreten. Wichtig für den Patienten ist es, auslösende Faktoren weitestgehend zu meiden, um die Gefahr neuer Krankheitsschübe zu verringern.