Der Begriff Fettwegspritze steht für eine Behandlung, die von Medizinern als Injektionslipolyse bezeichnet wird. Bei der Behandlungsmethode wird ein Wirkstoff (Phosphatidylcholin) in ein kosmetisch störendes Fettpolster gespritzt, so dass sich das Fett auflöst. Vor allem wird die Methode bei kleineren Fettgewebsvermehrungen vorgenommen, um eine Operation zur Fettabsaugung umgehen zu können. Unter Medizinern ist die Behandlung mit der Fett-weg-Spritze umstritten und wird von einigen Ärzten als wirkungsvoll angesehen, von anderen wiederum abgelehnt.
Wann wird eine Fettwegspritze angewendet?
Die Fettwegspritze dient dazu, kleinere Mengen an Fettgewebe einzuschmelzen. Sie eignet sich dazu, wahrnehmbare Stellen mit überschüssigem Körperfett zu beseitigen. Oft kommt es zu Fettpölsterchen, die weder durch die Ernährungsweise noch durch Sport oder Muskeltraining zum Verschwinden gebracht werden können.
Diese Stellen finden sich z. B. am Bauch, an den Oberschenkeln und Oberarmen, an Hüfte und Taille, am Gesäß, an Hals und Kinn sowie der Brust. Mit der Fettwegspritze können vor allem solche Fettpolster behandelt werden, die relativ klein sind. Somit eignet sich die Behandlungsmethode z. B. auch im Gesicht, unter anderem für so genannte Tränensäcke am Auge sowie Fett im Bereich der Nase und Lippen. Auch bei der so genannten Orangenhaut (Cellulite), welche durch kleine Fettgewebsansammlungen unter der Haut bedingt sind, kann eine Fettwegspritze sinnvoll sein.
Ebenso wie eine Fettabsaugung ist die Fettwegspritze nicht dafür geeignet, ein Übergewicht abzubauen. Es handelt sich um einen rein ästhetischen Eingriff, um die Körperkonturen zu verschönern. Aus diesem Grund sollten solche Behandlungen nur dann vorgenommen werden, wenn die Fettdepots durch Maßnahmen wie körperliche Bewegung und bewusste Ernährung nicht verschwinden und ein Übergewicht abgebaut wurde.
Letzte Aktualisierung am 04.08.2009.