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Haartransplantation - Funktionsweise


Wie funktioniert eine Haartransplantation?

Das Prinzip einer Eigenhaartransplantation besteht darin, Haarwurzeln eines Patienten aus einer dicht mit gesunden Haaren bewachsenen Stelle auf einen Bereich mit Haarverlust zu übertragen. Dies ist auf verschiedene Weise möglich. Heutzutage kommen zur Haarverpflanzung hauptsächlich zwei Methoden in Betracht.


Bei der Strip-Technik wird ein zuvor gewonnener Streifen Haut mit dichten Haaren im Labor aufbereitet. Dort werden einzelne Hautstückchen (Minigrafts und Micrografts, MMG) oder so genannte Follikuläre Einheiten mit 1 bis 5 Haarwurzeln (Follicular Unit Transplantation, FUT) herauspräpariert. Diese können dem Patienten dann an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden.

Bei der FUE-Technik (FUE = Follicular Unit Extraction) werden die Haarfollikel-Einheiten unmittelbar vom Patienten aus der Haut entnommen. Dazu werden feine Hohlnadeln verwendet. Es entstehen im Vergleich zur Strip-Technik nur sehr kleine Narben, die normalerweise kaum sichtbar sind.

Die Haarfollikel können schließlich in kleine, zuvor angeschnittene oder fein aufgebohrte Stellen der Kopfhaut hineingelegt werden. Ein großer Teil der so verpflanzten Haare wächst an, so dass an der zuvor kahlen Stelle wieder eine dauerhafte Behaarung gegeben ist.

Welche Untersuchungen sind vor einer Haartransplantation notwendig?

Der Hautarzt beurteilt Haut und Haare genau. Die Art des Haarausfalls wird festgestellt, die Beschaffenheit, Dicke und Farbe der Haare wird beurteilt. Ebenfalls wird gemessen, wie dicht die Haare in einem Entnahmeareal stehen. Es kann sinnvoll sein, die Stärke des Haarausfalls mit einem so genannten Trichogramm oder Trichoscan zu bestimmen.

Was müssen Patienten vor einer Haartransplantation beachten?

Am Vorabend oder am Behandlungstag sollte der Patient seine Haare waschen. Haarspray, Haarwachs oder Haargel dürfen nicht verwendet werden. Auf Zigaretten, Kaffee und Alkohol sollte einige Tage vor und nach der Behandlung verzichtet werden. Gegebenenfalls müssen Arzneimittel wie Marcumar® oder Aspirin®, die die Blutgerinnung hemmen, nach Rücksprache mit dem Arzt weggelassen werden.

Wie läuft die Haartransplantation ab?

Eine Haartransplation wird im Normalfall in örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Vorgehensweise bei der Entnahme der Haare unterscheidet sich nach der Methode.

Bei der Strip-Technik wird nach dem Rasieren eines Bereiches mit intaktem Haarwuchs (z. B. am Hinterkopf) ein langer schmaler Streifen Haut herausgeschnitten. Meist verläuft die Schnittführung entlang von Hautspaltlinien, so dass die Narben weniger auffällig werden. Der entnommene Hautstreifen wird in ein Labor gebracht. Der Bereich, aus dem das Hautstück entnommen wurde, wird vernäht. Im Labor werden winzige Hautanteile mit wenigen Haaren (Follikuläre Einheiten) herauspräpariert.

Bei der FUE-Technik (Follicular Unit Extraction) wird ebenfalls zuerst ein behaarter Bereich rasiert. Dann werden mit einer Spezialkanüle kleine Hautstellen mit wenigen Haarfollikeln herausgestochen. Eine Naht der kleinen Wundstellen ist nicht erforderlich.

An der Kopfhaut mit dem Haarverlust wird zunächst festgelegt, wo die zukünftige Haargrenze angelegt wird. Zur Eigenhaarverpflanzung werden dann kleine Schnitte eingeritzt oder mit einem Bohrer winzige Löcher eingebohrt. Heutzutage können die kleinen Öffnungen auch mit dem Laser angefertigt werden. Die kleinen, zuvor an anderer Stelle entnommenen Hautstückchen, die so genannten Follikulären Einheiten, werden meist mit einer Pinzette in die Öffnungen eingelegt.


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Letzte Aktualisierung am 24.08.2009.

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