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Schweißdrüsenbehandlung (Botulinumtoxin) - Funktionsweise


Wie funktioniert eine Schweißdrüsenbehandlung mit Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin (genauerer Name: Botulinumtoxin Typ A) ist eigentlich eine giftige Substanz, die von Bakterien (Clostridium botulinum) hergestellt wird. In kleinen Mengen beziehungsweise bei Gabe an Ort und Stelle kann es jedoch in der Medizin als Wirkstoff genutzt werden. Neben der Behandlung bei bestimmten Falten kann Botulinumtoxin dazu dienen, einer Überproduktion von Schweiß entgegen zu wirken. Es blockiert die Übermittlung von Informationen aus den Nerven in die Schweißdrüsen, so dass die Drüsen weniger stark stimuliert werden, Schweiß zu bilden. Da das Botulinumtoxin direkt an den Wirkort injiziert wird, kommt es zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf den Rest des Körpers.

Durch die Arzneimittelfirmen wird Botulinumtoxin A unter Handelsnamen wie Botox®, Dysport®, Vistabel® und Xeomin® angeboten.

Welche Untersuchungen müssen vor der Schweißdrüsenbehandlung mit Botulinumtoxin durchgeführt werden?

Oft ist eine gezielte Befragung des Patienten bei Hyperhidrose (übermäßigem Schwitzen) wichtiger als die eigentliche körperliche Untersuchung. Der Arzt forscht nach möglichen Ursachen für die Störung. Ebenso muss der Arzt herausfinden, ob bestimmte Umstände gegen eine Gabe von Botulinumtoxin sprechen. Das Mittel sollte unter anderem bei schwangeren Frauen, bei Muskelschwächekrankheiten oder Allergien gegen die Substanz nicht verabreicht werden. Kurz vor der Behandlung mit Botulinumtoxin wird anhand eines Jod-Stärke-Schweißtests (Minor-Test) festgestellt, welche Stellen besonders stark schwitzen.

Was müssen Patienten vor einer Schweißdrüsenbehandlung mit Botulinumtoxin beachten?

Es sollte geklärt werden, wie hoch die Behandlungskosten sind und ob sie von der Krankenversicherung getragen werden. Es kann notwendig sein, gerinnungshemmende Medikamente wie Marcumar® oder Aspirin® in Absprache mit dem Arzt wegzulassen.

Wie läuft die Schweißdrüsenbehandlung mit Botulinumtoxin ab?

Eine örtliche Betäubung wird meist nur bei Behandlung von Händen und Füßen verabreicht. Der Arzt sucht das zu behandelnde Hautareal auf. Nach Desinfizieren der Haut injiziert der Arzt das Botulinumtoxin (Botox®, Xeomin®, Dysport®, Vistabel®) in einer festgelegten Dosis in die Haut.


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Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.

Ästhetische Dermatologie

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Hautarzt für Schweißdrüsenbehandlung (Botulinumtoxin)
Portrait Ulrike Zinn, Praxis für Dermatologie, Dermatologische Praxis, Cosmetic u. Laserinstitut, Frankfurt am Main, Hautärztin, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie U. Zinn
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