Vielfach lässt sich die erektile Dysfunktion mit Medikamenten behandeln. Die Wirkstoffe Sildenafil (Viagra®), Tadalafil (Cialis®) und Vardenafil (Levitra®) können zum Eintreffen, zur Verstärkung und zeitlichen Verlängerung der Erektion führen. Sie werden vor dem Geschlechtsverkehr als Tabletten eingenommen, dürfen jedoch nur einmal täglich geschluckt werden.
Eine Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) ist eine Behandlung, bei der ein erektionsförderndes Mittel direkt in den Penis gespritzt wird. Nach einiger Übung kann der Patient sich die Spritze selbst verabreichen (höchstens drei Mal in der Woche). Er sollte allerdings alle drei Monate zur ärztlichen Kontrolle gehen.
Eine Methode, die praktisch frei von Komplikationen ist, ist die Anwendung einer Vakuumpumpe. Dazu wird der Penis in ein Kunststoffrohr eingeführt, das einen Unterdruck erzeugt und so zur Blutfüllung des Gliedes führt. Nach dem Abnehmen der Pumpe besteht eine Erektion für etwa eine halbe Stunde.
In manchen Fällen kommt eine Behandlung mit einem so genannten Applikator in Frage. Das längliche Instrument wird in die Harnröhre eingeschoben und gibt ein Stäbchen, das einen Wirkstoff enthält, ab. Das Mittel bewirkt eine Versteifung des Penis.
Schließlich können bei Erfolglosigkeit der anderen Methoden verschiedene Operationen vorgenommen werden. Meist wird ein Penisimplantat oder eine Penispumpe eingebaut, die der Patient bei Bedarf dann selbst bedienen kann.
Die Behandlungskosten bei Erektionsstörungen werden oftmals von den Krankenversicherungen nicht gezahlt. Der Patient sollte sich diesbezüglich vorher erkundigen.