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Männliche Hormonstörungen - Behandlung


Diagnose von männlichen Hormonstörungen

Besteht der Verdacht auf eine hormonelle Störung beim Mann, so wird der Patient zunächst befragt (Anamnese), um Hinweise aufgrund beschriebener Symptome und Vorerkrankungen zu erhalten. Es erfolgt dann eine körperliche Untersuchung auf verschiedene Anzeichen der Hormonprobleme. Der Hormonspiegel (Testosteron, LH, FSH) wird durch eine Laboruntersuchung an einer Blutprobe des Patienten bestimmt. Insgesamt ist es wichtig, zu bestimmen, ob eine spezifische Ursache für die Störung besteht.


Die Behandlung von Hormonstörungen beim Mann

Eine Behandlung von hormonellen Störungen sollte zunächst an der Ursache angreifen. Eine eventuelle Grunderkrankung wird daher zuerst behandelt.

Bei der häufigsten Form der männlichen Hormonstörungen, dem Testosteronmangel, wird zur Behandlung das fehlende Testosteron ersetzt. Im Wesentlichen ist dies durch Einnahme, durch Injektion, durch Aufnahme über die Haut oder die Wangenschleimhaut möglich. Bei einigen Männern darf die Behandlung nicht vorgenommen werden, insbesondere bei Prostatakrebs oder Brustkrebs.

Auch bei stark erhöhtem Bluthochdruck sowie schweren Krankheiten von Leber, Niere oder Herz sollte eine Testosteronbehandlung nicht erfolgen. Während der Behandlung erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch einen Arzt.

Der Ablauf der Therapie kann sich wie folgt gestalten:

  • Eine Spritze mit Testosteron wird normalerweise in die Muskulatur gegeben (intramuskulär). Die Gabe der Spritze wird, je nach Präparat, im Abstand von einigen Wochen bis einigen Monaten wiederholt.
  • Das Testosteron kann stattdessen als Kapsel über den Mund (oral) eingenommen werden. Es kommt allerdings zu stärkeren Schwankungen der Blutwerte nach der Aufnahme als bei der Spritze.
  • Eine Gabe von Testosteron über die Haut (transdermal) ist durch Pflaster oder durch Gels möglich. Von den Pflastern werden jeden Tag zwei oder drei aufgeklebt. Ein Gel wird meist täglich am Morgen auf die Haut gebracht. Es sollte daran gedacht werden, dass das Testosteron auch auf andere Personen bei Berührungen einwirken kann.
  • Eine moderne Methode, die erst selten angewendet wird, ist das Aufbringen von Testosteron-Plättchen auf die Wangenschleimhaut (buccal).
  • Des Weiteren können schon Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung, körperliche Bewegung und Gewichtsnormalisierung zu einem Anstieg des Testosterongehalts und zur Besserung der Symptome führen.

Bei einem Mangel an FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) oder LH (Luteinisierendes Hormon) kann ebenfalls das jeweilige Hormon als Ersatz verabreicht werden. Ist die Familienplanung schon abgeschlossen, so kann stattdessen aber auch eine (kostengünstigere) Testosteronbehandlung einen Erfolg bringen.



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Letzte Aktualisierung am 04.08.2009.

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