Die Hämorrhoiden-Verödung geschieht über die Gabe einer Spritze in den Befund hinein. In der Spritze befindet sich entweder Chinin oder, falls eine Allergie dagegen bekannt ist, eine Lösung aus Alkohol und Zink. Das injizierte Mittel sorgt dafür, dass eine Entzündungsreaktion abläuft und der Blutfluss in die Hämorrhoiden vermindert wird. Dadurch stirbt Gewebe ab, so dass die Hämorrhoiden deutlich schrumpfen und keine Beschwerden mehr verursachen. Die Verödung wirkt immer nur an einem Teil des Gefäßpolsters, damit keine Funktionsbeeinträchtigung auftritt.
Welche Untersuchungen sind vor einer Hämorrhoiden-Verödung notwendig?
Die Hämorrhoiden werden vom Arzt durch Betrachten und Austasten des Afters und Enddarms diagnostiziert. Es kann eine Mastdarmspiegelung (Rektoskopie) erforderlich sein, um andere Krankheiten auszuschließen. Auch müssen Gegenanzeigen der Hämorrhoiden-Verödung ausgeschlossen werden.
Was müssen Patienten vor einer Verödung der Hämorrhoiden beachten?
Vor der Verödung sind meist keine speziellen Hinweise zu beachten.
Wie läuft die Hämorrhoiden-Verödung ab?
Der Arzt führt zunächst ein rohrartiges Instrument zur Analkanalspiegelung (Proktoskopie) in den After ein. Die vergrößerte Hämorrhoide wird aufgesucht. Dann wird über das Rohr eine Kanüle in die Hämorrhoide eingestochen und das Verödungsmittel injiziert. Kanüle und Proktoskop können dann wieder herausgezogen werden.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.