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Sonnenbrand



Was ist ein Sonnenbrand?

Der Sonnenbrand (Dermatitis solaris, UV-Erythem) ist eine akute Entzündungsreaktion der Haut auf eine zu starke und zu lange Sonneneinstrahlung. Es kommt auf den Stellen, die der Sonne ausgesetzt waren, zu einer deutlichen Rötung und zu Schmerzen, in manchen Fällen bis hin zu einer Blasenbildung und zu Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl kommen. Verantwortlich ist das UV-Licht (ultraviolette Strahlung). Daher kann ein „Sonnenbrand" auch nach reiner UV-Bestrahlung, z. B. im Solarium, auftreten. Menschen mit heller Hautfarbe sind eher anfällig gegenüber einem Sonnenbrand als dunkelhäutige Personen. Der Sonnenbrand kann als ein Warnzeichen des Körpers angesehen werden, da mit jeder übermäßigen Besonnung das Risiko für Hautkrebs steigt.

Ursachen für einen Sonnenbrand

Der Sonnenbrand ist ein akuter Schaden der Haut durch Einwirkung von UV-Strahlen. UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) ist Licht, dessen Wellenlänge kleiner ist als die Wellenlänge von sichtbarem Licht. UV-Licht ist ein wesentlicher Anteil der von der Sonne abgegebenen Strahlung. Zum großen Teil werden die Schäden beim Sonnenbrand durch einen bestimmten Teil der ultravioletten Strahlung verursacht, nämlich UV-B. Eine geringe Beteiligung geht auch von UV-C und UV-A aus.

Neben dem Sonnenlicht können also auch andere UV-Licht-Quellen bei Bestrahlung der Haut einen Sonnenbrand auslösen. Dies betrifft z. B. das UV-Licht im Solarium oder teilweise auch UV-Strahlen bei einer therapeutischen Bestrahlung (Phototherapie).

Durch die Einwirkung von UV-Licht kommt es zunächst zu Schäden an der Oberhaut (Epidermis). Dort werden körpereigene Botenstoffe (Prostaglandine) ausgeschüttet, die zu einem Entzündungsreiz auch in der darunter liegenden Lederhaut (Dermis) führen.

Das Risiko, einen Sonnenbrand zu erleiden, steigt bei hellerer Hautfarbe. Dementsprechend verkürzt sich die Zeit, die sich die Person in direkter Sonne aufhalten darf, ohne dass eine Hautrötung besteht. Der Schutz bei dunklerer Hautfarbe entsteht durch das braune Hautpigment Melanin. Es werden grob folgende Hauttypen unterschieden, bei denen aber nicht immer alle Faktoren zusammenkommen:

  • Hauttyp I (keltischer Typ): sehr helle Haut, rötliche Haare und blaue Augen, nach 5 bis 10 Minuten praller Sonne (im Sommer, mittags) tritt ein Sonnenbrand auf, keine Bräune

  • Hauttyp II (nordischer Typ): helle Haut, blonde Haare und blaue bis grüne Augen, Sonnenbrand nach 10 bis 20 Minuten Sonneneinwirkung, wird einigermaßen braun

  • Hauttyp III (Mischtyp): etwas dunklere Haut, dunkelblonde bis braune Haare, graue bis braune Augen, Sonnenbrand nach 20 bis 30 Minuten, gute Bräune wird normalerweise erreicht

  • Hauttyp IV (mediterraner Typ): bräunliche Haut, dunkle Haare und braune Augen, Sonnenbrand eher selten (frühestens nach 40 Minuten), starke Bräune erreichbar

  • Hauttyp V (dunkler Typ): braune Hautfarbe, sehr selten Sonnenbrand (frühestens nach 60 Minuten)

  • Hauttyp VI (schwarzer Hauttyp): Haut sehr dunkel, nahezu nie Sonnenbrand (frühestens nach 90 Minuten)

Sonnenbrand - Symptome »

Letzte Aktualisierung am 09.08.2009.

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