Mit einer Dopplersonde (Ultraschallsonde) bzw. Stiftsonde werden die Beinarterien an bestimmten Stellen von außen mit Ultraschallwellen beschallt. Dadurch können die Blutströmungen nachgewiesen und die Qualität der Blutströmung und die Strömungsrichtung beurteilt werden.
Bei der Ultraschalluntersuchung nutzt man den so genannten Doppler-Effekt, welches besagt:
Bewegt sich eine Schalquelle mit einem konstanten Ton auf den Hörer zu, so hört dieser einen höheren Ton, bewegt sie sich weg, hört man einen tieferen Ton.
Die Töne werden beim Ultraschalldoppler auf die roten Blutkörperchen gerichtet, von diesen reflektiert und durch ihre Bewegung wird die Tonhöhe verändert. Die Blutflussgeschwindigkeit hängt unter anderem auch vom Durchmesser der Blutgefäße ab. In verengten Gefäßen fließt das Blut schneller, zudem kommt es hier zu einer Verwirbelung.
Der gleichzeitig gemessene Blutdruck lässt eine Aussage über den Schweregrad einer Duchblutungsstörung zu.
Was besagen die ermittelten Blutdruckwerte?
Die Blutdruckmessung an den Beinen ist mit Hilfe einer Dopplersonde wesentlich genauer als mit dem tastenden Finger. Vergleicht man nun die Werte der Beine, welche in der Fußknöchelhöhle gemessen werden, mit denen eines (gesunden) Armes, so sollte sich in Ruhe ein Verhältnis von etwa 1:1= 1 ergeben. Im gesunden Zustand ist die Durchblutung an Armen und Beinen nahezu gleich.
Dieses Verhältnis wird in der Medizin als ABI, Ankle Brachial Index bzw. Knöchel-Arm-Index bezeichnet.
Liegt eine Durchblutungsstörung in den Beinen vor, so verschlechtert sich der ABI. Es resultiert ein niedriger ABI (Durchblutung der Arme/Durchblutung der Beine). Sinkt der Blutdruck am Fuß unter 40 mmHg und nimmt der ABI einen Wert von < 0,5 an, so ist eine gefährliche Durchblutungsstörung mit Bedrohung der Extremität anzunehmen.
Wie lange dauert die Untersuchung?
In der Regel dauert die Untersuchung nicht länger als 15 Minuten und ist schmerzfrei.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.