Wesentliche Unterschiede zu den Standardverfahren sind insbesondere:
- Kein stationärer Aufenthalt
- keine Vollnarkose notwendig
- Skalpellschnitte sind nicht mehr notwendig. Die zu behandelnde Vene wird lediglich punktiert, wie bei einer Blutentnahme. Daher erreicht man ein kosmetisch bestmögliches Resultat.
- Unter Ultraschallkontrolle wird in die Vene ein spezieller Katheter eingeführt, der die Vene schonend erhitzt.
- Keine ausgeprägten Hämatome (Blutergüsse), keine großen Schwellungen
- Der Patient trägt für eine Woche einen Kompressionsstrumpf. Bei dem VNUS Closure Verfahren kann man auf eine Thromboseprophylaxe verzichten.
- Allgemeine Risiken und Nebenwirkungen sind schwächer ausgeprägt oder kommen (z.B. Infektionen) praktisch gar nicht vor.
- Alter spielt keine wesentliche Rolle.
- Nur 10-20 Prozent der Patienten geben nach dem Eingriff Schmerzen an.
- Annähernd normale Beweglichkeit und Belastbarkeit bereits am Tag des Eingriffs.
- Beruflich engagierte Menschen können sogar am OP-Tag wieder ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen.
Nach diesem Eingriff sind die Krampfadern in der Regel mittel- oder langfristig entfernt. Da aber leider die Anlage des Patienten Krampfadern zu bilden nicht beeinflusst werden kann, können Krampfadern immer wiederkehren. Auch dann kann man mit einem minimal-invasivem Verfahren operieren.
Wer trägt die Kosten für die Behandlung?
Derzeit wird die Behandlung von nahezu allen privaten Krankenversicherungen übernommen.
Was passiert nach dem Eingriff?
Die Patienten bleiben nach dem Eingriff noch für weitere 1 bis 4 Stunden zur Überwachung in der Klinik bzw. Praxis, damit sie beruhigt nach Hause gehen können. Am Tag der Operation sollten sich die Patienten noch schonen. Sie sollten jedoch immer wieder umher laufen oder in Begleitung kleinere Spaziergänge machen.
Beachten Sie, dass am Operationstag für die ersten 24 Stunden nach dem Eingriff Fahruntüchtigkeit besteht. Lassen Sie sich daher von jemandem abholen. Die ersten 6 bis 10 Stunden nach der Operation sind Sie völlig schmerzfrei, da das Anästhetikum so lange wirksam ist. Nach dieser Zeit spüren Sie einen leichten Wundschmerz an der Innenseite des Beines.
Legen Sie das Bein hoch kühlen Sie zusätzlich mit Eisbeuteln im Bereich der Schmerzen. Bei Bedarf können Sie Schmerzmittel, die vom Arzt verschrieben werden, einnehmen.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.