Falten entstehen im Laufe des Lebens durch verschiedene Alterungsprozesse. Die Faltenbildung wird durch einige Faktoren wie z. B. Rauchen und häufigen Aufenthalt in der direkten Sonne gefördert. Viele Falten sind Folge dieser Alterungsvorgänge und der Schwerkraft. Ein anderer Teil der Falten werden durch ständige Muskelaktivität verursacht. Diese werden auch als mimische oder dynamische Falten bezeichnet. Nur die dynamischen Falten können erfolgreich mit Botulinumtoxin behandelt werden, da es auf die Muskeln einwirkt. Zu den dynamischen Falten gehören z. B. die Stirnfalten, die so genannte Zornesfalte in der Mitte der Stirn (Glabellafalte), die so genannten Krähenfüße seitlich der Augen sowie Falten in der Umgebung der Nase. In letzter Zeit wird Botulinumtoxin immer häufiger auch im unteren Gesichtsbereich und im Hals angewendet, da die dortigen Muskeln einen Zug nach unten auf das Gesicht ausüben. So eignet sich das Verfahren z. B. auch bei herabhängenden Gesichtspartien.
Botulinumtoxin (genauer: Botulinumtoxin Typ A) ist eine Substanz, die von Bakterien (Clostridium botulinum) produziert wird und eigentlich einen Giftstoff darstellt. In geringeren Dosen beziehungsweise bei örtlich begrenzter Anwendung hat es aber auch seinen Nutzen in der Medizin, unter anderem bei der ästhetischen Behandlung von Falten. Botulinumtoxin blockiert die Übertragung von Nervenimpulsen auf den Muskel und sorgt daher dafür, dass der Muskel sich nicht mehr so stark zusammenziehen kann. Dies kann zur Behandlung von Falten, die durch Muskelzug verursacht werden, genutzt werden. Durch die verminderten Muskelaktionen gehen auch die Falten in dem Hautbereich zurück. Dadurch, dass das Mittel direkt an die zu behandelnde Stelle gespritzt wird, besitzt es an diesem Ort eine gute Wirkung, hingegen auf den Rest des Körpers kaum.
Einige Handelsnamen, unter denen das Botulinumtoxin A vertrieben wird, sind Botox®, Dysport®, Vistabel® und Xeomin®.