Die traditionelle chinesische Medizin hat vor allem durch einen ihrer Teilaspekte weltweite Beachtung erfahren. Dieser Aspekt ist die Akupunktur (von lat. acus = Nadel, pungere = stechen). Hierbei werden Nadeln an bestimmten, festgelegten Körperpunkten eingestochen und dann leicht bewegt. Die Punkte wurden so gewählt, dass die Nadeln verschiedene Qi-Punkte des Körpers treffen.
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) geht davon aus, dass die Lebensenergie in bestimmten „Energiebahnen" (Meridiane) durch den Körper fließt. Außerdem ist eine Krankheit im Sinne der TCM im Wesentlichen auf eine Störung oder Umlenkung des Energieflusses zurückzuführen. Die Stimulation der Qi-Punkte soll diese Störung beheben. Die westliche Medizin geht jedoch davon aus, dass die Wirkung der Akupunktur durch Reaktionen des Körpers auf die Nadelstiche erklärt werden kann.
Mittlerweile werden Nadeln von unterschiedlicher Länge (1,5cm bis 7cm) und aus unterschiedlichen Materialien verwendet. Die traditionellen Nadeln aus Silber und Gold finden kaum noch Anwendung, außer bei Ohrakupunkturen. Hauptsächlich werden heute aus Hygienegründen Einwegnadeln aus Edelstahl verwendet.
Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.