Vor einem herkömmlichen Trichogramm dürfen die Haare für fünf Tage nicht gewaschen werden. Dies ist jedoch beim Trichoscan nicht erforderlich.
Für den Trichoscan werden an einem ersten Termin kleine Areale (knapp 2 Quadratzentimeter) an den Bereichen der Kopfhaut rasiert, die beurteilt werden sollen. Bei der Rasur müssen allerdings noch kleine Stoppeln verbleiben. Die Rasur erfolgt unter Verwendung einer Schablone.
Drei Tage später werden die Haarstoppel gefärbt, damit wachsende von nicht wachsenden Haaren unterschieden werden können. Mit einer Kamera wird eine vergrößerte Aufnahme des rasierten Bereiches angefertigt. Dieses Bild wird mit einem speziellen Programm vom Computer ausgewertet, so dass dem Arzt die Haarwachstumsrate und weitere Werte zur Beurteilung vorliegen hat. Gegebenenfalls wird die Trichoscan-Untersuchung während oder nach einer Behandlung wiederholt.
Soll nur die Anzahl der Haare in einem Areal bestimmt werden, so reicht es aus, die Untersuchung mit Trichoscan an einem Tag durchzuführen.
Als Komplikation beim Trichoscan kann lediglich eine allergische Reaktion gegen das Färbemittel auftreten. Ansonsten beinhaltet die Untersuchung keine Risiken. Da die zu rasierende Stelle klein ist, kann sie meist optisch von Haaren der Umgebung überdeckt werden.
Die Erkennung der wichtigsten Arten des Haarausfalls kann meist schon bei der Betrachtung durch den Hautarzt erfolgen. Einfache Methoden sind weiterhin das Zählen ausgefallener Haare und der Versuch des Arztes, Haare auszuzupfen. Neben dem Trichogramm und dem Trichoscan kann zur genauen Untersuchung noch ein Phototrichogramm angefertigt werden, eine aufwändige Spezialmethode, die meist nur im Rahmen von Studien vorgenommen wird. Des Weiteren kann in besonderen Fällen eine Gewebeprobe der Kopfhaut genommen werden (Kopfhaut-Biopsie).