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wIRA-Therapie bei Warzen


Was ist eine wIRA-Therapie?

Die wIRA-Therapie ist eine Bestrahlung mit Infrarotlicht, also Strahlung mit einer größeren Wellenlänge als das sichtbare Licht. Die Abkürzung wIRA steht für wassergefiltertes Infrarot A. Es handelt sich um Infrarotstrahlung, aus der durch einen Flüssigkeitsfilter einige schädliche Strahlenanteile entfernt werden. An die Haut gelangen praktisch nur noch die Infrarot-Anteile, die eine heilende Tiefenwirkung im Gewebe besitzen. Die Behandlung mit wIRA kommt in der Dermatologie vor allem bei Warzen zum Einsatz, sie kann aber auch bei einigen anderen Hautkrankheiten sowie bei Wunden hilfreich sein.

Wann wird eine wIRA-Therapie durchgeführt?

Die wIRA-Therapie wird von Hautärzten vor allem zur Behandlung von Warzen durchgeführt. Sie eignet sich für alle Viruswarzen, beispielsweise gewöhnliche (vulgäre) Warzen (Verrucae vulgares), flache Warzen (Verrucae planae), Dornwarzen an der Fußsohle (Verrucae plantares) und Feigwarzen (Condyloma acuminata, treten meist im Genitalbereich auf). Nach Verletzungen oder z. B. auch nach Operationen kann die wIRA-Therapie zu einer verbesserten Wundheilung führen. Dies ist auch bei chronischen, infizierten oder schlecht abheilenden Wunden sowie bei Hautgeschwüren der Fall. Des Weiteren kann mit wIRA am der Haut eine aktinische Keratose (Verhornungsstörung, die manchmal in Krebs übergehen kann), Schuppenflechte sowie Akne behandelt werden.

Außerhalb der Dermatologie kann wassergefiltertes Infrarotlicht (wIRA) unter anderem bei Rückenschmerzen, Rheuma, Gelenkentzündungen (Arthrose), verschiedenen weiteren chronischen Entzündungen, z. B. der Nasennebenhöhlen, sowie bestimmten Verletzungen eingesetzt werden.

Die Funktionsweise

wIRA bedeutet wassergefiltertes Infrarot A. Infrarot ist Strahlung, deren Wellenlänge größer ist als die Wellenlänge von sichtbarem Licht. Infrarotlicht allein wird bereits zur Behandlung von Erkrankungen angewendet. Es beinhaltet jedoch auch Strahlen, die für die Haut und das Gewebe schädlich sein können, z. B. Infrarot B und insbesondere Infrarot C sowie auch ultraviolette Strahlung (UV-Licht). Diese Strahlenarten können z. B. zu einer starken Hitzeentwicklung und Austrocknung an der oberflächlichen Haut führen. Durch einen Wasserfilter werden bei der wIRA-Therapie diese Strahlen blockiert, wohingegen die Infrarot-A-Strahlen und sichtbares Licht hindurchgelassen werden. Der wIRA-Strahler ahmt im Prinzip Sonnenlicht nach, das durch eine feuchte Atmosphäre dringt.

Im Gewebe führt die Strahlung bei der wIRA-Therapie zu einer Erwärmung, die insbesondere in tiefere Schichten eindringt. Dadurch wird der Stoffwechsel in der bestrahlten Region gesteigert und die Durchblutung erhöht. Eine weitere Wirkung von wIRA ist ein verbesserter Schutz der Zellen gegen Einflüsse wie UV-Strahlung.

Bei Warzen führt die bessere Durchblutung vermutlich dazu, dass mehr Abwehrzellen (T-Zellen) an den Ort der Veränderung dringen können und so besser die Viren bekämpfen können. Die Warze wird allmählich abgebaut und vom Gewebe abgestoßen. Auch bei anderen Hautkrankheiten kann die spezielle Infrarot-Behandlung zur Steigerung der örtlichen Immunabwehr führen, so dass z. B. geschädigte Zellen zerstört werden können. wIRA fördert die Wundheilung, kann Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern.


wIRA-Therapie bei Warzen - Behandlung »

Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.

Spezielle Verfahren

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