Das bullöse Pemphigoid ist eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet, dass das Abwehrsystem Antikörper bildet, die gegen körpereigene Strukturen gerichtet sind. Im Falle des bullösen Pemphigoids greifen solche Autoantikörper Proteine an, die der Verbindung zwischen Oberhaut (Epidermis) und Lederhaut (Dermis) dienen. Es bildet sich ein Spalt zwischen diesen beiden Hautschichten, und durch Einstrom von Flüssigkeit hebt sich die Oberhaut ab und es bilden sich Blasen.
Warum es zu der Bildung der Autoantikörper kommt, ist unbekannt. Selten wird ein bullöses Pemphigoid vererbt. Häufig ist jedoch das Auftreten eines bullösen Pemphigoids im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung (paraneoplastisch). Des Weiteren können Medikamente wie Penicillin, Diazepam oder Furosemid ein bullöses Pemphigoid hervorrufen.