Bei der Dermatitis herpetiformis Duhring werden vom Abwehrsystem Antikörper gebildet, die gegen körpereigenes Gewebe gerichtet sind (Autoantikörper). Sie lagern sich in der Haut ein, und es kommt zu entzündlichen Vorgängen. Diese finden hauptsächlich in der untersten Schicht (Basalmembran) der Oberhaut (Epidermis) und in Ausläufern der Lederhaut (Dermis), den Papillenspitzen, statt. Diese kleinen Entzündungsherde führen zu einer Abhebung und somit zur Bildung der Blasen.
Die Duhring-Krankheit tritt wahrscheinlich aufgrund einer erblichen Veranlagung auf. Die Entstehung wird gefördert durch verschiedene Umstände wie z. B. Tumorerkrankungen, Infektionen sowie Kontakt mit Jod. In etwa 90 Prozent der Fälle liegt gleichzeitig zur Dermatitis herpetiformis Duhring auch eine Zöliakie (glutensensitive Enteropathie) vor. Die Zöliakie ist eine Darmerkrankung aufgrund einer Unverträglichkeit von Gluten (ein Eiweißstoff aus Getreide).