Der Pemphigus vulgaris, im Deutschen bisweilen auch Blasensucht genannt, ist eine seltene Erkrankung der Haut und Schleimhäute. Sie tritt vor allem im mittleren bis höheren Lebensalter auf. Beim Pemphigus vulgaris bilden sich schlaffe Blasen, die bald aufgehen und verkrusten. Die Ursache für die Erkrankung ist eine Reaktion von Antikörpern gegen körpereigenes Gewebe in der Oberhaut (Epidermis), somit ist der Pemphigus vulgaris eine Autoimmunkrankheit. Früher verstarben Patienten mit Pemphigus vulgaris meist nach wenigen Jahren, heutzutage kann durch eine Behandlung mit Medikamenten (Cortison, Immunsuppressiva) eine erhebliche Verbesserung der Prognose erreicht werden.
Beim Pemphigus vulgaris handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, also eine Fehlreaktion des Abwehrsystems gegen körpereigenes Gewebe. Im Falle des Pemphigus vulgaris werden Antikörper (Autoantikörper) gegen Verbindungsproteine der Zellen der Oberhaut (Epidermis) beziehungsweise der Schleimhaut gebildet. Zellen lösen sich voneinander (Akantholyse), und es kommt zum Einstrom von Flüssigkeit und zur Bildung von Blasen.
Ein Auslöser der Prozesse kann oft nicht gefunden werden. Manchmal tritt der Pemphigus vulgaris nach der Gabe bestimmter Medikamente (z. B. Penicillamin, Propranolol, ACE-Hemmer) oder bei Tumorerkrankungen auf. Auch Faktoren wie Verletzungen, ultraviolettes Licht (UV-Strahlung), Ernährung oder Infektionen können eine Rolle spielen.