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Krampfader-Verödung - Ablauf


Welche Krampfadern sind für eine Verödungsbehandlung geeignet?

Nicht jeder Patient bzw. jede Krampfader ist für eine Sklerosierung geeignet. Für eine Verödungstherapie sind im Allgemeinen Besenreiser und netzartige Varizen gut geeignet. Mit zunehmendem Durchmesser der Krampfadern müssen höhere Konzentrationen des Verödungsmittels gespritzt werden, so dass auch die Risiken der Behandlung steigen. Bei größeren Krampfadern (Varizen) kommt die Schaumsklerosierung zum Einsatz. Hier wird das Verödungsmittel zusätzlich aufgeschäumt, um eine größere Kontaktfläche zur Venenwand zu erreichen.


Welche Besonderheiten sind bei der Krampfader-Verödung zu beachten?

  • An einigen Körperstellen darf nur in Ausnahmefällen verödet werden. Hierzu gehören vor allem die Region hinter dem Innenknöchel und die Kniekehle (Gefahr von Blutungen).
  • Bei einer bekannten Allergie gegen Verödungsmittel ist von dieser Therapie abzuraten.
  • Die Verödungsbehandlung darf bei frischen entzündlichen Veränderungen nicht durchgeführt werden.
  • Die Therapie ist für bettlägerige oder stark gehbehinderte Patienten nicht geeignet, da der Patient nach der Sklerosierung aufstehen und in Bewegung bleiben muss.
  • Auch ausgeprägte Beinschwellungen sprechen gegen eine Verödung, da diese zum einen die exakte Lokalisation der zu behandelnden Vene verhindern und zum anderen einer effektiven Kompression in der Nachbehandlungsphase entgegenstehen.
  • In der Schwangerschaft ist von einer Verödungsbehandlung abzuraten.

Nebenwirkungen und Komplikationen bei der Sklerosierung?

Eine Verödungsbehandlung ist in der Regel nebenwirkungsarm. Trotzdem können auch hier, wenn auch selten, folgende Nebenwirkungen bzw. Komplikationen auftreten:

  • Rötung, Schwellung und Schmerz
  • Bluterguss an der Einstichstelle
  • allergische Reaktion auf das Verödungsmittel
  • Bildung von Narbengewebe, welches sich innerhalb von Wochen bis Monate vollständig zurückbildet.
  • In seltenen Fällen kann eine tiefe Venenthrombose ausgelöst werden.
  • Wird das Verödungsmittel versehentlich in das umgebende Gewebe gespritzt, so kann dies zum Absterben des Gewebes führen, da das Mittel für die dortigen Körperzellen giftig ist. In der Folge kommt es zur Narbenbildung.

Eine Sklerosierungsbehandlung sollte nur bei dafür ausgewiesenen Experten durchgeführt werden, da der Therapieerfolg und die Vermeidung von Komplikationen maßgeblich von der Erfahrung des Arztes anhängt.


« Krampfader-Verödung

Letzte Aktualisierung am 21.07.2009.

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