Die Fettzellen bewirken eine Auffüllung der Stelle, an denen sie eingesetzt werden. So können z. B. ein Gewebemangel ausgeglichen werden oder vollere Lippen erreicht werden. Durch die Vermehrung an Substanz kommt es aber auch zur Straffung der darüber liegenden Haut, so dass Falten in diesem Areal vermindert werden oder ganz verschwinden können.
Eine moderne Variante der Eigenfettüberführung ist FAMI (Fat Autografting Muscle Injections). Hier wird eine besonders abgerundete Kanüle verwendet. Die Fettzellen werden in die Nähe von Gefäßen gebracht, so dass sie möglichst mit Nährstoffen versorgt werden und deshalb weniger schnell absterben.
Die Haut wird durch den Arzt genau beurteilt, insbesondere in dem Bereich, in dem die zu behandelnden Falten auftreten sowie an der Stelle, an der das Fett entnommen werden soll. Darüber hinaus sind meist keine weiteren Untersuchungen speziell vor der Eigenfettbehandlung notwendig.Was müssen Patienten vor einer Faltenbehandlung mit Eigenfett beachten?
Die Höhe der Behandlungskosten sollte vorab geklärt werden. Vor der Behandlung müssen bisweilen Medikamente zur Gerinnungshemmung (z. B. Aspirin® oder Marcumar®) unter Absprache mit dem Arzt abgesetzt werden.
Mit einer dünnen Hohlnadel entnimmt der Arzt die benötigte Menge Fettgewebe aus einem Bereich, an dem die fehlende Substanz nicht unangenehm auffällt (z. B. Bauch oder Gesäß). Nach der Aufbereitung der Fettzellen werden sie meist in derselben Behandlungssitzung wieder injiziert. Dies geschieht ebenfalls mit einer dünnen Hohlnadel, meist an mehreren Stellen in einem Bereich mit Falten, so dass diese „unterfüttert" werden. Nicht selten wird ein zweiter Behandlungstermin erforderlich.