Lasertherapie

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Was ist eine Lasertherapie?

Eine Lasertherapie der Haut ist bei vielen krankhaften Befunden, aber auch bei lediglich ästhetisch störenden Veränderungen möglich. Laser (Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) ist Licht, das von einem Gerät verstärkt und gebündelt wird. Es kann einerseits zur Zerstörung von erkranktem Gewebe eingesetzt werden, aber auch zum Herausschneiden der Veränderung. Dementsprechend wurden eine ganze Reihe unterschiedlicher Laser für bestimmte Behandlungen entwickelt.


Wann wird eine Lasertherapie durchgeführt?

Eine Laserbehandlung kommt für eine Vielzahl von Hautveränderungen in Frage. Oft handelt es sich um kosmetisch störende Befunde, häufig aber auch um Veränderungen mit einem Krankheitswert.

Folgende Erkrankungen beziehungsweise Auffälligkeiten an der Haut können der Anlass für eine Lasertherapie sein:

Gefäßveränderungen an der Haut

  • Feuermal (Naevus flammeus)
  • Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien, z. B. Couperose im Gesicht)
  • Sternförmige „Gefäßspinnen" (Spider-Nävi)
  • Besenreiser (kleine auffällige Venen an den Beinen, die z. B. bei Krampfadern auftreten)
  • Blutschwämmchen (Hämangiome)
  • Weitere gutartige Tumore aus Gefäßen (z. B. Granuloma pyogenicum)

Gutartige Hautveränderungen

  • Xanthelasmen (gelbliche Fetteinlagerung, oft um die Augen herum)
  • Knötchen an der Ohrmuschel (Chondrodermatitis nodularis helicis)
  • Gewebevermehrung an der Nase (Angiofibrom, Fibröse Nasenpapel)
  • Talgdrüsen-Gewebevermehrung (Talgdrüsenepitheliom)
  • Pigmentflecke (Nävi)

Veränderungen die eine Krebsvorstufe darstellen können (Präkanzerosen)

  • Aktinische Keratose (Verhornungsstörung)
  • Leukoplakie (weiße Bereiche der Schleimhaut)
  • Cheilitis actinica (lichtbedingte Veränderung der Lippe)
  • Morbus Bowen und Erythroplasie Queyrat (Hautkrebs-Frühformen)

Viruswarzen

  • Gewöhnliche (vulgäre) Warzen (Verrucae vulgares)
  • Dornwarzen an der Fußsohle (Verrucae plantares)
  • Flache Warzen (Verrucae planae)
  • Feigwarzen (Condyloma acuminata, finden sich meist an den Genitalien)

Ausserdem noch:

  • Narben
  • Falten
  • Nicht mehr erwünschte Tätowierungen (Tattoos)
  • Haare, die kosmetisch stören (dauerhafte Haarentfernung, z. B. bei einem „Damenbart")
  • Akne (derzeit ist noch nicht sicher belegt, ob der Laser gegen Akne wirksam ist)
  • In Einzelfällen auch bösartige Tumore der Haut.

Eine Laserbehandlung, bei der die Veränderung abgetragen wird, ist darüber hinaus bei allen Hauterkrankungen möglich, die auch sonst mittels herkömmlicher Chirurgie behandelt werden können.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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